John Foxx / Ultravox
1976 - 2004
John Foxx, Mitbegruender von Ultravox
Plattenkritik der brandneuen CD:
John Foxx & Louis Gordon
"Crash And Burn"
(META005CD) - CD
John Foxx & Louis Gordon veroeffentlichten mit Crash And Burn ihr 3. gemeinsames Album nach dem im Jahre 2001 erschienenen Longplayer "The Pleasures Of Electricity". Und das neue Album ist genial! Man koennte fast behaupten John Foxx, der ehemalige Ultravox-Saenger und Wegbereiter der 80er Technopop-Bewegung (Singles: Underpass, No-One Driving...), liefert hier seinen 1980er Albumklassiker Metamatic in zeitgemaessem Gewand ab - sozusagen "Metamatic 2003". "Crash And Burn" bietet alles, was dem Electro-Fan von heute das Herz hoeher schlagen laesst: 12 durchweg gelungene Tracks und Musik, die nie langweilig wird. Die Lieder haben Ecken und Kanten, da pluckert und pleept es analog vor sich hin. Man hoert den schon 1980 "gequaelten" ARP-Odyssey Synthesizer und die gute alte Roland CR78-Drummachine. Aber auch fast technoide Rhythmen wurden verwand und passen sich perfekt in das Soundgemenge ein. Für diese duerfte sich John's Partner Louis Gordon verantwortlich zeigen. Gordon, der uebrigens selbst ein John Foxx-Fan der ersten Stunde war, spielt hier sozusagen den modernen Gegenpart zum Altmeister. Auch Tempi-Wechsel fliessen ein. So sind beispielsweise "Cinema", "Once In A While" und das über 7 Minuten lange "Smoke" schoen-schraege Balladen. Bei dem Song "Crash & Burn" kommen alle EBM'ler und Industrial-Fans voll auf ihre Kosten. Foxx singt mit verzerrter Stimme seine bizarren Lyrics. Dazu droehnt ein monotoner Beat. Klasse! Synthiepop-Fans werden speziell "Drive" und "Dust and Light"(die wohl besten Songs des Albums!), "Broken Furniture und "Sidewalking" mit ihren straighten Hooklines und eingaengigen Refrains lieben. Letzteren Song konnte man auch schon auf den europaeischen Konzerten 2002 des Quiet Man (wie sich Foxx gern selbst nennt) begutachten und abfeiern. Ein absoluter Ohrwurm, wenn auch nicht unbedingt zu den restlichen Songs passend, ist das poppig daherkommende "Ray1/Ray2" mit dem fast spielerisch wirkenden Refrain und Lyrics, die irgendwie an Billy Joel's "We didn't start the fire" erinnern . John Foxx rettet auch seine abstrusen Texte, die aus einer verschrobenen, technisierten Zwischenwelt zu stammen scheinen, und die er schon auf "Metamatic" präsentierte in die Neuzeit. Auszug aus "Broken Furniture": (I live in a house with broken furniture, I live in an appartment with no walls...I've got a friend I've never seen before, he lives with a woman he's never met...). Besonders bedrohlich wirken diese zusaetzlich, wenn sie durch einen Vocoder gesungen werden wie bei "She Robot". Alles in allem eine absolut empfehlenswerte CD, die sich jeder, der anspruchsvollen Electro-Pop mag, zulegen sollte und meiner Meinung nach! Jetzt schon eine der besten Synth-CD's des Jahres 2003!!!
Quelle: Frank Hentschke fuer www.e-lectric.de
Singles:
1980 Underpass
1980 No-one driving
1980 This city
1980 Miles away
1981 Europe after the rain
1981 Dancing like a gun
1982 Endlessly (early Version)
1983 Endlessly
1983 Your dress
1983 Like a miracle
1985 Stars on fire
1985 Enter the angels
1999 Subterranean Omnidelic Exotour (with L.Gorden)
2003 Drive (with Louis Gorden)
Alben:
1980 Metamatic
1981 The garden
1983 The golden section
1985 In mysterious ways
1995 Cathedral Oceans
1995 Shifting City (with Louis Gorden)
1999 Subterranean Omnidelic Exotour (with L.Gorden)
2001 Modern Art (The Best of)
2001 The pleasures of Electricity
2002 Live (2 CD)
2003 Cathedral Oceans I and II
2003 Crash and burn (with Louis Gorden)
2003 Translucence and Drift Music (with Harold Budd)
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© by: Stefan Weber
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